Therapiehunde-Team
Gabriella
Engler und Poix
Was sind
Therapiehunde?
Therapiehunde sind Hunde, welche zusammen mit ihren Besitzern soziale
Dienstleistungen z.T. in Zusammenarbeit mit Ergo-, Physio- und
Sprachtherapeuten, Ärzten und Psychiatern oder ganzheitlichen Therapeuten
erbringen. Der Therapiehund wird zusammen mit seinem Halter ausgebildet und
verrichtet seinen Dienst unter dessen Anleitung.
Wo werden
Therapiehunde eingesetzt?
Ein ausgebildetes, geprüftes Team macht seine Besuche nach Absprache in
einer sozialen, medizinischen oder pädagogischen Institution. Speziell
geschulte Teams können auch zur direkten Mitarbeit mit Ergo-, Physio-,
Sprachtherapeuten, Ärzten und Psychiatern eingesetzt werden.
Poix und ich, wir haben uns speziell auf den Bereich Pädiatrie und
Kinderpsychiatrie spezialisiert und arbeiten mit
Dr. med. Meinrad Bürke,
Facharzt FMH für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Rumpelgässli
1, 4310 Rheinfelden, zusammen.
Kriterien
für den Einsatz in der Kinderpsychiatrie
Angststörungen
Zwangserkrankungen
Posttraumatische Belastungsstörungen
Koordination (grob- und feinmotorisch)
Sprech- und Mitteilungsstörungen
Hundephobie
Somatoforme Störungen
Schlafstörungen
Depression
AD(H)S Syndrom
Thema Nähe-Distanz
Ein
Besuch dauert in der Regel zwischen einer halben- und einer ganzen Stunde.
Ziele der Therapiehundeeinsätze
Zugang zum Kind schaffen über den Hund
Nähe schaffen
Koordinationen üben mit dem und über den Hund
Verantwortung aufbauen
Körpergefühl fördern
Vertrauen schaffen
Therapie-Hunde
und Kinder
Mindestens fünf Mal kommen Hund und Patient zusammen, häufig werden die
Therapien auch verlängert. Die Nachfrage nach diesen Stunden ist groß. Für
viele Kinder kann die Zeit mit dem Hund eine der schönste Stunden in der
Woche sein. Jedes Kind reagiert anders auf das Angebot, eine halbe Stunde
mit dem Tier spielen zu können, was es will. Manche Patienten toben gleich
zu Beginn mit dem Hund wild durch den Raum und können kaum gebremst werden.
Bei anderen Kindern muss sich das Tier dagegen die meiste Zeit mit sich
selbst beschäftigen, weil sie sich nicht trauen, mit ihm zu spielen.
Mitunter kommt es auch vor, dass sich der Hund verweigert und abwendet.
Hunde sind besonders gut geeignet, um an Therapien mit Kindern teilzunehmen.
Die Tiere können sehr bindungsfähig sein. Kaninchen hätten nicht diese
Wirkung. Für viele Kinder ist es eine völlig neue Erfahrung, zunächst
bedingungslos geliebt zu werden. Selbst bei autistischen Kindern, deren
Eltern für sie mitunter teure Delfintherapien in den USA bezahlen, sind
Erfolge nachgewiesen worden. Der grosse Vorteil dieser Therapie liegt darin,
dass sie in der häuslichen Umgebung durchgeführt stattfindet. Daher ist es
möglich diese Therapieform über einen längeren Zeitraum durch zu führen.
Zusammenarbeit mit Fachkräften
Therapiehunde-Teams werden auch in direkter Zusammenarbeit mit Ergo-,
Physio- und Sprachtherapeuten, Ärzten und Psychiatern eingesetzt. In den
USA hat man langjährige Erfahrung mit Therapiehunden, welche in Spitälern
im Heilungsprozess von Patienten mit Kopftraumen, Rückenmarkverletzungen,
Amputationen, Schlaganfällen, neuromuskulären Problemen, orthopädischen
Schädigungen eingesetzt werden. Auch
bei schweren gesundheitlichen Störungen, wie zum Beispiel Autismus, können
Ärzte mit den TherapieHundeTeam zusammen arbeiten. Die Betroffenen zeigen
oft ein anderes Verhalten, als sie es Menschen gegenüber manifestieren. Sie
schaffen eine Verbindung mit dem Tier, berühren es, reden mit ihm.
Unsere Einsätze machen wir auch in der Reha Rheinfelden in der Pädiatrie.
Verständnisvolle
Vierbeiner
Die Vierbeiner stellen sich sehr gut auf die Bedürfnisse der Mädchen und
Jungen ein und passen sich ihren Wünschen an. Verschiedene Rassen können
die Anforderungen erfüllen um die Prüfung für Therapiehunde zu schaffen.
Sie dürfen sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und selbst dann
nicht beißen, wenn ein Kind seine Hand in ihr Maul steckt. Um bei Bedarf
eingreifen zu können, sitzt immer der Hundehalter mit im Therapiezimmer.
Bewährtes Schulungsprogramm
Der Verein Therapiehunde Schweiz (VTHS) bildet seit 1992 Hunde und ihre
Halter oder Begleiter aus. Dies geschieht im Rahmen eines bewährten,
angepassten und reglementierten Schulungsprogramms. Das Team muss zwei
praktische Prüfungen bestehen. Der Begleiter wird zusätzlich auch
theoretisch getestet. Dabei werden das Verhalten und Grundwissen in Bezug
auf künftige Sozialeinsätze unter die Lupe genommen.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns auf Sie!
Herzlichst Ihr
Therapiehunde-Team
Gabriella Engler mit Poix
Und hier ein Beispiel von einem Therapiehund für den Einsatz in der Schule: http://www.youtube.com/watch?v=O-mHT1tq6is
Hier noch ein
Ausschnitt aus Cesar Millan's Buch, welches er einen Teil des Buches auch
dem Thema Therapiehunde gewidmet hat:
Therapiehunde sind darauf Trainiert, in Krankenhäuser, Seniorenheime,
Pflegeheime, Nervenheilanstalten und Schulen zu gehen, um den Patienten und
den Bewohnern Liebe und Trost zu schenken. Ruhige, unterordnungsbereite
Hunde können oft helfen, wo der Mensch machtlos ist. Wenn wir einen Kranken
sehen, der an eine Maschine angeschlossen ist, können wir nicht anders -
wir empfinden Trauer oder Mitleid. Die Hunde sehen das nicht. Deshalb
bekommen viele Krankenhauspatienten lieber Besuch von einem Therapiehund als
von einem Menschen. Ärzte und Krankenschwestern sind darauf geschult,
unbefangener zu sein, haben aber oft keine besonders nährende Energie. Sie
bedienen sich im Umgang mit den Patienten einer rein intellektuellen Kraft.
Ein Hund befindet sich dagegen stets in einem instinktiven Zustand. Wenn man
einen ruhigen und unterordnungsbereiten Hund auf einen Krankenstation
bringt, auf der Menschen leiden, wird er sofort zur schwächsten Person im
Raum laufen, sie in einen besseren energetischen Zustand versetzten und sich
dann durch das Zimmer arbeiten, bis auch alle anderen diese Geisteshaltung
haben. Forschungen zur Heilkraft von Tieren haben erst ein wenig an
der Oberfläche der magischen Geheimnisse der Verbindung zwischen Mensch und
Tier gekratzt. Bislang haben sie ergeben, dass Tiere den Blutdruck sowie die
Menge der Triglyceride und des schlechten Cholesterins im Blut senken. Im
Falle eines Herzinfarktes ist ihre Chance, ein weiteres Jahr zu überleben,
acht mal höher, wenn sie einen Hund haben. nach einer Operation werden sie
mit einer Tiertherapie viel schneller genesen. Chemische Tests haben
gezeigt: Wenn eine Mensch einen Hund streichelt, werden innerhalb weniger
Minuten sowohl bei ihm also auch bei dem Tier eine Flut wohltuender Hormone
wie Prolaktin, Oxytocin und Phenylethylamin ausgeschüttet. Therapiehunde
werden inzwischen eingesetzt, um bei Patienten mit Alzheimer und
Depressionen die Konzentration zu verbessern und das Gedächtnis anzuregen.
Diese Tiere unterstützen alle, die Problem mit dem Sprechen haben, bei der
Kommunikation - etwa Psychiatriepatienten und Opfer von
Schlaganfällen -, und schenken Menschen in belastenden Situationen Trost
und ein Gefühl des Friedens.
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